Musikregeln an Karfreitag

Musikregeln an Karfreitag

Was hat es mit diesen speziellen Musikregeln an Karfreitag auf sich? Wie strikt sind diese Regeln und müssen sie überhaupt überall in Deutschland eingehalten werden? Was droht bei Verstößen und was wären mögliche Alternativen für die Abendgestaltung an Ostern?

Wir haben uns für euch schlau gemacht, was es mit dem Tanzverbot an Karfreitag auf sich hat und worauf ihr an diesem Feiertag achten solltet. Hier alle wichtigen Infos für euch.

Keine Party an Karfreitag?

Feiertag ohne Feier? Ja, so sieht es an Karfreitag in vielen Bundesländern in Deutschland aus. Aber eben nicht in allen und nicht den ganzen Abend bzw. die ganze Nacht. Die Musikregeln und das damit verbundene Tanzverbot an Ostern, speziell an Karfreitag, haben schon in vielen Bereichen für Diskussionen gesorgt. So ist die „Gemeinsame Auszeit für die Gesellschaft“ zum Beispiel auch immer wieder ein Thema in der Politik.

In vielen goßen Städten wird zu Demonstrationen und Flashmobs gegen die strikten Musikregeln an Karfreitag, einem der „stillen Tage“ im Jahr, aufgerufen. Auch mit einer „Kopfhörerdisko“ trotzen die Feierwütigen der Ruheverordnung. Hierbei bekommen alle Demonstranten einen Kopfhörer auf und können so ohne Lautsprecherwagen Musik hören und tanzen.

Wo darf an Karfreitag wann gefeiert werden?

Inwieweit ein Tanzverbot eingehalten werden muss, können die Bundesländer selbst entscheiden. Bisher war es so, dass es an Karfreitag in allen Bundesländern ein ganztägiges Tanzverbot gab und nur in Berlin, Bremen und Hamburg ab bestimmten Zeiten wieder das Tanzbein geschwungen werden durfte. Dies hat sich aber nun auch in weitere Bundesländer ausgedehnt. In Sachsen und Sachsen-Anhalt gilt das Tanzverbot nur am Karfreitag bis 24 Uhr. Auch in Thüringen darf nach 24 Uhr am Karfreitag wieder Musik gemacht werden.

Leider sind jedoch noch viele Bundesländer vom Tanzverbot bertroffen, obwohl das Bundesverfassungsgericht einen besonders strikten Schutz des Karfreitags Ende 2016 für verfassungswidrig erklärte. Seitdem dürfen Veranstaltungen nicht von vornherein verboten werden. Somit bleibt die Hoffnung bestehen, dass das Verbot von Jahr zu Jahr gelockert wird.

Noch mehr Verbote an Karfreitag?

In Bayern und München sind die Feiertagsgesetze zur Osterzeit, die ihren Ursprung im Glauben und in der Religion haben, ganz extrem. So darf hier an Karfreitag noch nicht mal das Auto gewaschen werden und es dürfen auch keine Sportveranstaltungen stattfinden.

Deutschlandweit sind an Karfreitag auch Umzüge nicht gestattet. Tanzwütige können in der Hinsicht froh sein, dass an vielen Feiertagen, an denen früher ein Tanzverbot galt, mittlerweile wieder die Tanzfläche gestürmt werden darf (z. B. Ostermontag und Christi Himmelfahrt). Diese Lockerung lässt viele darauf hoffen, dass vielleicht auch bald schon der Karfreitag frei vom „Anti-Tanz-Gesetz“ ist.

Einige Clubs missachten das Tanzverbot absichtlich und locken die Gäste mit Mottos wie „Feiern, bis die Füße schmerzen“. Hier müssen die Betreiber mit einem Besuch der Polizei rechnen und diese wird dann vor Ort entscheiden, ob eine Bußgeldstrafe verordnet wird.

Was sind die Konsequenzen bei Verstößen?

Disco- und Clubbesitzern, die sich nicht an das Tanzverbot halten, drohen hohe Bußgelder. So müssen diese mit einer Zahlung von ca. 500 bis 1.000 Euro rechnen und sollten sich somit lieber an das Gesetz an Karfreitag halten. Die Alternative ist eine Privatparty. Private Partys fallen nämlich nicht unter den Verstoß gegen das Tanzverbot. Nur Vorsicht mit der Lautstärke! Sollte diese nämlich zu laut ausfallen und es Beschwerden wegen Ruhestörung geben, kann ein Bußgeld wegen Lärmbelästigung drohen. Auch erlaubt ist die Musik im Fitnessstudio. Wäre das nicht mal wieder eine gute Gelegenheit für einen Fitnesskurs?

Alternativprogramm an Karfreitag

Um dem Tanzverbot aus dem Weg zu gehen, gibt es jede Menge anderer Möglichkeiten, mit denen man sich den Karfreitag vertreiben kann: Wir wäre es mit einem gemütlichen Spieleabend mit Freunden, einem Kinobesuch oder ein paar Kugeln auf der Bowlingbahn? Oder ihr veranstaltet gleich eure private Party, besorgt euch den passenden DJ und schlagt so dem Tanzverbot ein Schnippchen.

Titelbild: © WoGi / Dollar Photo Club
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