Lautsprecher-Test Aktiv vs. Passiv

Lautsprecher-Test Aktiv vs. Passiv

Jeder DJ, der sich selbst schon mal Lautsprecher angeschafft hat, weiß: Man muss sich dabei durch eine Vielzahl an Angeboten kämpfen. Es gibt so vieles, was ihr bei der Auswahl beachten müsst, aber die wichtigste Frage vorab lautet: Wollt ihr euch aktive oder passive Lautsprecher anschaffen?

Was bedeutet eigentlich bei Lautsprechern „aktiv“ und „passiv“?

Der Unterschied zwischen beiden Systemen lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Aktiv-Systeme haben in den Lautsprechern eingebaute Endstufen und Passiv-Systeme werden durch externe Endstufen versorgt. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Passiv-Lautsprecher findet man mehr im Bereich von Live- bzw. Bühnenmusik, in Clubs und Diskotheken oder bei Events, auf denen richtig viel Power gefragt ist. Aktiv-Lautsprecher findet ihr dagegen mehr im Equipment mobiler DJs.

Aktiv-Lautsprecher im Test: jede Menge Vorteile

Aktiv-Lautsprecher bieten gerade mobilen DJs einige Vorteile. Der größte Vorteil ist in meinen Augen die eigene Endstufe. Sollte mal eine Endstufe ausfallen, fällt beim Aktiv-System nur eine Box aus. Die Party kann also mit den übrigen Lautsprechern weitergehen. Weitere Vorteile: Die Wahrscheinlichkeit einer Überspannung in der Stromversorgung ist weitaus geringer und Aktivlautsprecher sind beliebig erweiterbar. Für mich auch ein wichtiger Punkt ist, dass man davon ausgehen kann, dass die eingebaute Endstufe auf die jeweiligen Lautsprecher abgestimmt ist. Außerdem sind Frequenzweichen bei diesen Systemen überflüssig.

Passiv-Lautsprecher im Test

Passiv-Lautsprecher haben gerade bei festen Installationen einen riesigen Vorteil, da die Boxen nur mit einem Signalkabel versorgt werden. Die Lautsprecher werden also über die Endstufe mit Strom versorgt. Allerdings braucht ihr bei einem entsprechenden Setup zusätzlich eine externe Frequenzweiche, die die Signale vom Mischpult her aufsplittet und an die Subwoofer und Topteile weiterverteilt. Man sollte wirklich ein wenig Ahnung haben und sich Zeit nehmen, bevor man sich ein solches Set zusammenstellt. Und gerade für mobile DJs ist es schwierig, da jeder Location-Raum anders ist und die Boxen entsprechend unterschiedlich klingen. Noch ein Punkt: Das Gewicht, das ihr bei den Boxen einspart, kommt bei den Endstufen und Weichen wieder oben drauf. Das Gesamtgewicht bleibt nahezu identisch.

Mein Favorit

Ihr merkt schon, dass ich nicht ganz unvoreingenommen bin, da für mich als mobilen DJ die Vorteile von Aktivlautsprechern deutlich überwiegen. Durch ihre Erweiterbarkeit und die auf die Lautsprecher abgestimmten Endstufen hat man damit wirklich ein System, das klanglich überzeugt und dennoch beliebig erweiterbar ist – ob ihr eine kleine Party für 50 Gäste bespielt oder ein riesiges Event mit 500 Leuten. Selbst wenn mal eine Endstufe ausfällt, kann die Party weitergehen. Hier findet ihr meinen Test von Aktiv- und Passivlautsprechern.

Nutzt ihr passive oder aktive Boxen?

Was hat euch dazu bewogen, euch das jeweilige System anzuschaffen? Schreibt uns einfach eure Erfahrungen in einem Kommentar.

Titelbild: © Adobe Stock / tesphoto
1 Kommentar
  1. mm

    o.k. – gerne meine drei Cents:

    Mit Aktiv- und Passivsystemen ist das wie mit dem Frauengeschmack – ich denke, jeder nach seiner Fasson!
    Für mich als überzeugter Nutzer von passiven Boxen überwiegen die Nachteile von Aktivsystemen.
    Ersteinmal möchte ich gerne die genannten Vorteile kommentieren:
    – „eigene Endstufe“:

    eindeutiger Nachteil, denn wenn die Stufe einer Box ausfällt, ist sie in dieser Veranstaltung definitiv nicht mehr nutzbar

    – „Die Wahrscheinlichkeit einer Überspannung in der Stromversorgung ist weitaus geringer“

    falsch, die Wahrscheinlichkeit hat nichts mit der Verwendung von aktiven oder passiven Systemen zu tun. Ich sehe hier nur den Nachteil, dass im Überspannungsfall (Bauernstrom) alle Aktivboxen für die VA ersatzlos ausfallen. Ich hole den Reserveamp aus dem Transporter…

    – „Durch ihre Erweiterbarkeit und die auf die Lautsprecher abgestimmten Endstufen hat man damit wirklich ein System, das klanglich überzeugt und dennoch beliebig erweiterbar ist

    richtig und falsch: Ja, Bässe, lassen sich beliebig erweitern – Tops mit ihren definierten Abstrahlungen jedoch nicht oder nur mit Einschränkungen (Stichwort Kammfiltereffekte)
    Aber ‚beliebig‘ erweitern kann man ein Passivsystem auch. Eher besser: In einem Rudel von 6-10 Bässen bei einer größeren VA haben 1-2 Aktivbässe der kleinen Mugge nix verloren (Laufzeit- und Phasenprobleme!) Die 1-2 Bässe, die ich sonst im kleinen Setup verwende, spielen im großen Ensemble ohne Einschränkungen mit. Die kleinen Tops sind dann Monitor oder Infill und richtige Horntops spielen dann die Hauptrolle (klar passiv! 😉 )

    – „dass die eingebaute Endstufe auf die jeweiligen Lautsprecher abgestimmt ist.“

    richtig, aber das ist bei meinem Lautsprechermanagementcontroller (mit Herstellersetup) ebenfalls gegeben.

    Zur fehlenden 100%-Redunanz von Aktivboxen fallen mir spontan noch mehr Nachteile ein: Alle aktiven Lautsprecher benötigen eine individuelle Stromversorgung, d.h. gerade im mobilen Bereich ist je ein Kabel mehr zu stecken.
    Gerade Tops sind meist kenvektionsgekühlt und bei einem Einsatz im Freien bei 30 Grad im Schatten und voller Sonneneinstrahlung ist oft Schluss mit lustig – im günstigsten Fall geht es noch mit abgeregelter Performance.

    Einen gesunden Kompromiss zwischen den Systemen findet man in Lösungen, wo die Ampmodule im Bass verbaut sind und die Toppsen passiv angekabelt werden. Redunanz ist aber auch hier eher problematisch. Mit einem Reserveamp könnte man die VA immerhin mit den Tops fullrange retten.

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