Interview mit DJ Thomas A.

Interview mit DJ Thomas A.

DJ Thomas A. ist nicht nur ein erfahrener DJ, sondern auch Comedian und Bandleader. Er ist durch und durch Musiker und sagt von sich selbst: „Es ist meine Spezialität, ein Publikum mit sehr unterschiedlichem Musikgeschmack zu bedienen.“ Damit ihr euch ein genaueres Bild von DJ Thomas A. machen könnt, hat er uns im Folgenden einige Interview-Fragen beantwortet. Natürlich könnt ihr DJ Thomas A. auch direkt hier buchen, er ist vor allem in Köln, Bonn, Düsseldorf und Umgebung aktiv.

DJ Thomas A. über sich selbst, Musik und DJing

Zur Person

Wie bist du DJ geworden und was fasziniert dich an dem Job?

Musik ist mein Leben

Oh, das ist eine lange Geschichte. Darf ich etwas ausholen? Ich bin ein Spätzünder. Mit 14 begann ich Klavier und mit 16 Schlagzeug zu lernen. Dennoch habe ich es geschafft, an der renommierten HfMT Köln ein Musikhochschulstudium abzuschließen. Ich arbeite seitdem als Musiker und Schlagzeuglehrer, doch ganz schnell kam ich auch ans Auflegen. Ab 1992 hatte ich meine eigene Band und deren Auftritte ergänzte ich mit meinen DJ-Sets. 2001 begann ich dann, hier und da ganze Abende als DJ musikalisch zu gestalten.

Musik ist mein Leben und als DJ darf ich mich mit Musik beschäftigen und werde auch noch dafür bezahlt  – das finde ich toll! Ich bin fanatischer Musikfan. Zuerst Hard Rock, dann Jazz (und zwar Bebop und Big Band Swing). Ich traute mich aber sehr lange Zeit nicht, auf Partys aufzulegen, weil ich wusste, dass mein Musikgeschmack nicht konsensfähig war. Später entdeckte ich immer mehr Musikrichtungen: Jazzrock, Punk-Funk-Rock (B-52s), Reggae, Worldmusic, neue Konzert Musik (Zappa), Yogamusik. Vieles davon ist natürlich völlig irrelevant für meine Arbeit als DJ.

Ich hatte immer schon sehr breit gestreute musikalische Interessen, aber es hat lange gedauert, bis ich mich getraut habe, als Vollzeit-DJ zu arbeiten. Ich bin seit ca. 1985 im Event-Business. Seitdem beobachte ich den Musikmarkt, doch erst, als die Technik so weit ausgereift war, dass ich mit Laptop und Controller auflegen konnte, bin ich als DJ aufgeblüht. Es war wie eine Offenbarung: Plötzlich konnte ich all mein angesammeltes musikalisches Wissen zu einer überzeugenden DJ-Performance zusammenfassen.

Was macht dich als DJ unschlagbar? Warum sollte man dich buchen?

Meine lange Tätigkeit im Showbusiness beweist meine Zuverlässigkeit

Nach 30 Jahren im Eventbusiness habe ich heute genug Musikwissen, um mich vollkommen auf den Musikgeschmack der Kunden einzulassen, und dennoch nur Musik aufzulegen, die mich auch künstlerisch anspricht. Ich setze ausgiebig Effekte ein, weil ich durch meine Arbeit als Filmmusikproduzent die Möglichkeiten der modernen Musiksoftware kennengelernt habe. Dabei verwende ich diese jedoch so dezent, dass der Partygast glaubt, ich würde gerade eine ungewöhnliche Version eines bekannten Songs abspielen und nicht eine, die ich gerade manipuliere.

Eigentlich wollte ich immer Komponist werden. Daher habe ich mir ein gründliches Harmonielehrewissen angeeignet. So kann ich mehr als andere DJs passende Tonarten beim Mixen berücksichtigen. Meine lange Tätigkeit im Showbusiness beweist meine Zuverlässigkeit. Wie sonst könnte ich Kunden, Agenturen und Musiker dazu bewegen, mehr als 25 Jahre mit mir zusammenzuarbeiten?

Für welche Events eignest du dich als DJ besonders gut?

Natürlich aufgrund meines Alters eher für Leute ab 40 als für ganz junge Leute. Aber auch für Hochzeiten ganz junger Paare, wenn es sich um Gesellschaften mit vielfältigem Musikgeschmack handelt. Auch für Partys, bei denen sich der Veranstalter Sorgen macht, ob der DJ einem vielfältigen Publikum gerecht werden kann. Ich habe schon auf Hochzeiten aufgelegt, bei denen ich fünf Stunden nur Punk und Ska spielte oder fünf Stunden deutsche Schlager oder chinesische Hochzeiten oder solche mit polnischer, tunesischer, türkischer oder griechischer Beteiligung.

Gerade schwierige Kunden wissen meine riesige Erfahrung zu schätzen und mein Geschick, im richtigen Augenblick das Genre zu wechseln, damit jeder Gast auf seine Kosten kommt. Schließlich wären da noch die Events, bei denen meine Extras gefragt sind: z. B. als Musiker, Mixer (für Bands) oder als Moderator.

Musik, Technik und Service

Wie beschreibst du dein musikalisches Repertoire? Welche Titel in deiner Musik-Sammlung spielst du besonders gerne?

Man sollte auch mal mit dem Bewerten Pause machen und einfach mal zuhören

Ich schreibe ungern Bestenlisten. Nächste Woche fallen mir schon andere Titel ein und nächstes Jahr sieht alles ganz anders aus. Ich finde, man sollte auch mal mit dem Bewerten Pause machen und einfach mal zuhören.

Beschreibe deine technische Ausrüstung: Was können Kunden erwarten, wenn sie dich inklusive DJ-Technik buchen? Arbeitest du mit Schallplatten, CDs oder MP3s?

Da bin ich einseitig und entschieden: Mp3s. Aber ich habe ein feines Ohr. Ich benutze beste Technik: Vom Laptop über die Software, den Controller, die Boxen bis zum Licht. Hier wiederhole ich es noch einmal für die Fachleute: Macbook pro, Traktor S2, QSC K12, K+S Subwoofer, 2×15-Equalizer (für spezielle Fälle), Yamaha-Mischpult, Lightmaxx-Lichtanlage u.v.a.m.

Welche besonderen Fähigkeiten oder Leistungen bringst du als DJ mit?

Ich biete – wenn gewünscht – kostenlos auch Extras: eine kleine Trommelperformance, während die Gäste tanzen, eine besonders gute und witzige Moderation, weil ich auch als Moderator und Comedian arbeite, oder auch eine witzige Gesangseinlage.

Ich habe alles da und kann alles transportieren

Nicht zu unterschätzen: Sound und Licht. Ich habe natürlich nur erstklassiges Material. Ich bin körperlich fit. Mir macht es nichts aus, einen 35 kg Subwoofer auch mal 20 Stufen hoch zu schleppen – das ist nicht selbstverständlich für eine DJ Mitte 50. Ich habe alles gut organisiert. Ich packe gerne zusätzliches Licht und zusätzliche Boxen ein. Ich habe alles da und kann alles transportieren.

Meine musikalischen Spezialitäten:

  • für Dance und deutsche Schlager, weil ich als Musiker im Galageschäft seit Anfang der 80er Jahre die Charts beobachte und das Publikum unserer Bandauftritte besonders schlagerbegeistert war.
  • für Electro und EDM, weil ich mich als ehemaliger Filmmusikproduzent mit den Sounds dieser Genres am Computer auseinandersetze.
  • für Latin und Rock, weil mich diese Genres als Schlagzeuger faszinieren.
  • für Karneval, weil die Thomas Arens Combo seit 1992 jedes Jahr knapp 50 Karnevalssitzungen in Köln musikalisch umrahmt.
  • für alte Schlager, wegen der Shows, die die Thomas Arens Combo seit 1999 für die Firma Lifta Treppenlifte entwickelt (mittlerweile arbeiten wir an unserer siebten Show).
  • für Metal, weil meine Schlagzeugschüler sich besonders für dieses Genre interessieren.

Vor der Veranstaltung

Worauf sollten Kunden besonders achten, wenn sie nach einem DJ für ihre Veranstaltung suchen?

Nehmen Sie jemanden, der seinen Lebensunterhalt mit Musik verdient

Buchen Sie einen erfahrenen Profi. Nehmen Sie im Zweifel jemanden, der seinen Lebensunterhalt mit Musik verdient. DJs, die ihr Leben lang nur als DJs gearbeitet haben, sind dabei nicht unbedingt die beste Wahl, denn sie haben vielleicht nicht mehr den Enthusiasmus und folgen ihrer Routine. Ziehen Sie auch vielseitige Künstler in Betracht, die ihre Kreativität auf unterschiedlichen Gebieten bewiesen haben und dabei flexibel und verlässlich sind.

Wie bereitest du einen Auftritt vor und wie beziehst du deine Kunden dabei ein?

Erst einmal rufe ich den Kunden an und versuche, so schon einmal etwas über ihn, die Veranstaltung und seinen Musikgeschmack herauszufinden. Ich schicke ihm dann einen Musikwunschbogen – das ist ein einfaches Word-Dokument zum Ankreuzen. Manchmal modifiziere ich diesen, damit er besser auf den jeweiligen Kunden passt.

Wenn ich einen Titel nicht kenne, lerne ich ihn kennen

Dann bitte ich ihn auch, zusätzlich 10 – 30 Titel zu nennen, die ihm und seinen Gästen gefallen. Manche Kunden schicken mir dann Listen mit über hundert Titeln, doch auch dann nehme ich diese Listen sehr ernst und mache mir darüber Gedanken. Ich sortiere diese Titel in drei Kategorien: tanzbar, Hintergrund, „erst einmal nicht spielen“. Wenn ich einen Titel nicht kenne, lerne ich ihn kennen. Ich arbeite nicht nach der Devise: „kenn ich nicht, brauch ich nicht, funktioniert sowieso nicht“. Aber es gibt natürlich Titel, die ich gewöhnlich nur auf ausdrücklichen, energisch geäußerten Wunsch hin spiele: z. B. extrem ruhige, traurige, depressive oder aggressive Titel.

Während der Veranstaltung

Was macht für dich einen gelungenen Auftritt aus?

Gut ist es, wenn alles stimmt

Es gibt ein altes kölsches Karnevalslied: De Hauptsach is, et Hätz es jot. Für Künstler gilt: De Hauptsach is, de Gage es jot. Aber im Ernst: Gut ist es, wenn alles stimmt: Wenn mein Equipment genau zu der Veranstaltung passt, wenn die Stimmung gut ist und immer ausgelassener wird, wenn meine Fähigkeiten das Publikum begeistern und es um 4:30 Uhr immer noch nicht genug getanzt hat.

Wie reagierst du, wenn z. B. ein Gast betrunken neben dir steht und ständig in dein Mischpult greift oder Gäste sich denselben Song zum x-ten Mal am Abend wünschen?

Ins Mischpult greift mir so schnell keiner mehr (s. u.). Wenn ein Gast zu aggressiv wird, wende ich mich an den Veranstalter. Ich habe aber kein Problem damit, fünf Mal am Abend denselben Song zu spielen, allerdings nur dann, wenn es der Veranstalter will oder wenn die Stimmung auf der Tanzfläche nicht darunter leidet.

Ist schon mal bei einem deiner Gigs so richtig was schiefgegangen? Wie hast du reagiert bzw. wie bist du auf so etwas vorbereitet?

Wenn der Veranstalter etwas anderes will als das Publikum

Das Schlimmste, was einem DJ (bzw. einem auftretenden Künstler ganz allgemein) passieren kann ist, wenn der Veranstalter etwas anderes will als das Publikum. Macht man es dem Veranstalter recht, hat man schlechte Stimmung. Hat man gute Stimmung, ist der Veranstalter wegen der Musik sauer. Es kommt auch vor, dass das Publikum immer wieder versucht, den Veranstalter mit seinen Musikwünschen zu provozieren. Das ist nicht leicht zu durchschauen, weil die Musikwünsche raffiniert sind und die Tanzfläche voll ist. In so einem Fall kann man nur versuchen, mit einem blauen Auge davon zu kommen. Verloren hat man dann immer. Glücklicherweise kommt so etwas sehr selten vor.

Erfahrung als DJ

Was war dein überraschendstes Erlebnis als DJ?

Ganz ehrlich? Einmal spielte ich mit meiner Band auf einer großen Hochzeit. Anschließend legte ich auf. Mein DJ-Tisch stand nicht ideal. Hinter mir war Platz. Plötzlich kam ein junger Mann völlig gelassen und souverän auf mich zu, ging um mich herum, setzte sich meinen Kopfhörer auf und fing an, an den Knöpfen meines Controllers zu drehen. Natürlich ging sofort die Musik aus. Ich brüllte ihn an und übernahm sofort wieder das Kommando. Augenblicklich lief wieder Musik. Aber ich bin heute noch völlig perplex, wie es diesem Mann gelingen konnte, mich so einfach zu überrumpeln. Sein Verhalten war entspannt, zielgerichtet und schnell und er hatte offenbar genau den richtigen Moment erwischt. Natürlich hatte er irgendwelche Drogen genommen, wie ich später bemerkte.

Wie lernt man DJing deiner Meinung nach am besten? Was sollte man mitbringen und worauf sollte man achten, wenn man DJ werden möchte?

Systematisches Musikhören hat einen festen Platz in meiner täglichen Arbeit

Ich kann natürlich nur für mich und mein Metier reden. Also alles was jetzt folgt, gilt nicht für Club-DJs und produzierende DJs, die sich spezialisieren und sich nur an ein ganz bestimmtes Fan-Publikum wenden.

An erster Stelle steht für mich breites musikalisches Wissen. Ich übe das jeden Tag, indem ich meine Musik höre, neu beschrifte (MP3-Tags) und sortiere. Das systematische Musikhören hat einen festen Platz in meiner täglichen Arbeit. Ich scheue mich auch nicht, Geld für aktuelle Charts auszugeben. Ich brauche solche Informationen und das, was man kostenlos im Netz findet, reicht mir nicht. Außerdem übe ich regelmäßig mit meiner Software und stehe in Mailkontakt mit dem Hersteller. Schließlich die Präsentation. Es hilft, wenn man souverän mit dem Publikum sprechen kann, wenn man eine gute Website oder Facebook-Seite hat und viele professionelle Fotos von sich und seinen Events.

Was bedeutet weltklassejungs.de für dich?

weltklassejungs.de ist ganz klar das beste DJ-Portal für mich, und das sage ich jedem, der es hören will. Ich arbeite als Musiker und Bandleader schon seit 1992 mit Agenturen zusammen und ich habe einige kenne gelernt. Zwei Punkte sind für den langfristigen Erfolg einer Agentur oder auch einer Vermittlungs-Plattform wie weltklassejungs.de entscheidend: Wie behandeln sie die Künstler und wie hoch sind ihre Provisionen. Ich kenne einige DJ-Agenturen/DJ-Portale, aber keine setzt diese zwei Punkte so konsequent um wie weltklassjungs.de. Das ist die beste Basis für langfristigen Erfolg. Danke!

Hast du Fragen an DJ Thomas A.? Dann hinterlasse einfach einen Kommentar unter diesem Interview. Hier findest du noch mehr Infos zu DJ Thomas A. und kannst ihn direkt für deine Veranstaltung buchen.

Titelbild: © DJ Thomas A.
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